Landesverband Nordrhein-Westfalen

Kinder- und Jugendhilfe

Die Landesfachgruppe (LFG) der Kinder- und Jugendhilfe des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH) ist eine öffentliche Fachgruppe von DBSH-MItgliedern aus NRW. Die eigenen Positionen und Ziele der LFG werden durch einen reflexiven Austausch und Veröffentlichungen in Bezug zu fachpolitischen und thematischen Entwicklungen in der Kinder und Jugendhilfe in NRW gesetzt.

Die LFG trifft sich 1x monatlich, am letzten Donnerstag eines Monats ab 18:00 Uhr via Videokonferenz. Die LFG freut sich immer über neue Gesichter und interessierte (angehende) Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Für weitere Informationen und zur unverbindlichen Anmeldung zur Teilnahme am nächsten Treffen bedarf es lediglich einer kurzen E-Mail an:


Simon Hilmes

mail_outline simon.hilmes(at)dbsh-nrw(dot)de

Anstehende Termine

  • Do, 26.08.2021:                     LFG-Treffen ab 18:30 Uhr (digitales Treffen)
  • Do, 30.09.2021:                     LFG-Treffen ab 18:30 Uhr (digitales Treffen)
  • Do, 28.10.2021:                     LFG-Treffen ab 18:30 Uhr (digitales Treffen)
  • Do, 25.11.2021:                     LFG- Jahresabschlusstreffen (vorr. in Präsenz)

Von Ende November 2021 bis Mitte Januar 2022 befindet sich die LFG in der Winterpause.

 

 

Grundsätze der LFG

Die LFG der Kinder- und Jugendhilfe versteht sich als regionale Fachgruppe und basiert auf den Grundsätzen des DBSH. Als besonders prägnant für die eigene Arbeit hält die LFG daher:

 

Neben den direkten klientenbezogenen Tätigkeiten hat die professionelle Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe auch die Aufgabe, sich an der Mitwirkung von indirekten klientenunabhängigen Tätigkeiten zu beteiligen. So versteht sich die selbstbewusste, professionelle Sozialarbeit als eigenständige*r Mandatsträger*in, um politische Einflussnahme zur Veränderung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das Öffentlich machen problematischer Entwicklungen im Arbeitsumfeld der Kinder- und JUgendhilfe voranzutreiben und damit gesellschaftlichen Ausgrenzungsprozessen entgegenzusteuern. Durch das Mitwirken von Sozialplanung und Einwirken auf Richtlinien, Erlasse und Gesetze der Jugendhilfe nimmt Soziale Arbeit auch eine Kontrollinstanz ein und wirkt an politischen Entwicklungen mit.

Damit versteht sich die LFG Kinder und Jugendhilfe als Interessensvertretung zur politischen Einflussnahme und dessen Entwicklung von Sozialpolitik auf kommunaler sowie Landesebene durch das Zusammenwirken von (angehenden) Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe.

 

Als eigenständiges Arbeitsfeld im Rahmen der Sozialen Arbeit fußt die berufliche Praxis von Sozialarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendhilfe auf einem ethischen Bewusstsein, ethischen Prinzipien und ethisch begründeten Entscheidungen. Sowohl allgemeine Zielsetzungen im Rahmen der Menschenwürde und internationalen Menschenrechtserklärungen sowie auch spezifische Erklärungen wie die UN-Kinderrechtskommission und dem GG, SGB VIII und LVerf NRW setzen die Grundlage für das ethische Handeln von Sozialarbeiter*innen in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe in NRW.

Damit will sich auch die LFG am normativen Rahmen in ihrer Funktion orientieren. So müssen auch eigene ihr übertragene Aufträge im ethischen Diskurs kritisch auf die Legalität und Legitimität reflektiert und ggfls. abgelehnt werden. Damit versteht sich die LFG als Teil der selbstbewussten Profession Sozialer Arbeit mit eigenerer Selbstvergewisserung und Selbstkontrolle zur ethischen Bewertung

 

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe müssen sich in die Diskussion um die Qualität der eigenen Arbeit auf der Grundlage von ethischen Maßstäben und ihres sozialarbeiterischen Profils als Menschenrechtsprofession einmischen. Dazu bedarf es der Formulierung von Standards, die aus professioneller Sicht für eine „gute“ Arbeit unabdingbar sind. Die Kinder- und Jugendhilfe muss sicherstellen, dass Arbeitsstrukturen, Arbeitsbedingungen und Arbeitsverfahren professioneller Ansprüche genügen. Die LFG möchte damit reflexive Maßstäbe in der Kinder- und Jugendhilfe setzen, die zur Fachdiskussion im Arbeitsfeld einladen soll.

Zu den Maßstäben zählen u.a.:

  • Die strukturellen Rahmenbedingungen wie die infrastrukturelle Ausstattung
  • Charakteristika professioneller Sozialer Arbeit wie die Autonomie und Handlungsfreiheit und das Ermöglichen von Supervisionen und Fachberatungen als Antwort auf die subjektive Wirklichkeitskonstruktion von Fachkräften
  • Definition von Kompetenzbereichen wie transparent kommunizierte Aufgabengebiete von Fachkräften in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Qualifikation sowie der Verpflichtung von Fortbildungen
  • Professionelles Handeln auf Grundlage der o.g. berufsethischen Prinzipien 

 

Struktur der LFG

Die Mitglieder der LFG arbeiten ehrenamtlich zusammen. Als Vertreter*in nach Innen und Außen wird eine Ansprechperson benannt, welche Mitglied im Landesverband NRW ist. Ein Landesbudget steht der LFG im Rahmen ihrer fachlichen Arbeit zur Verfügung, deren Höhe jährlich in der Landesmitgliederversammlung (LMV) verabschiedet wird. In der LMV wird den Mitgliedern von den Aktivitäten des vergangenen Jahres Bericht erstattet. Die LFG verfügt eigenverantwortlich über das Budget, dieses soll für die Arbeitsprozesse und Veröffentlichungen von Ergebnissen genutzt werden, insbesondere für:

  • Kosten, um Rahmenbedingungen zu den Arbeitstreffen zu schaffen, wie z.B. Raummiete, Verpflegung, Online-Treffen, etc.
  • Sachkosten wie z.B. Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken, Fachliteratur, Büromaterialien, etc.
  • Druck- und Veröffentlichungskosten
  • Veranstaltungskosten, wie z.B. Raummiete, Honorare, Verpflegung
  • Exkursionskosten wie z.B. Arbeitsplatzbekundungen, Fachtagungen

 

Ziele der LFG

Die LFG hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Die Vernetzung von interessierten Praktiker*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe in NRW
  • Das Ermöglichen von fachlichem Austausch zwischen den Praktiker*innen der unterschiedlichen Handlungsfeldern in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Die Bildung von Arbeitsgruppen, um bestimmte Aufgaben und Schwerpunktthemen zu bearbeiten
  • Die Verbreitung von relevanten Erkenntnissen für die interessierte Fachöffentlichkeit in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Die Förderung von Austausch und Dialog mit anderen Verbänden, Instituten und Gesellschaften der Kinder- und Jugendhilfe
  • Die Förderung der eigenständigen Profession Sozialer Arbeit im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe

 

Themenschwerpunkte der LFG

Die LFG Kinder- und Jugendhilfe bearbeitet spezifische Themenschwerpunkte durch die Gründung von Arbeitsgruppen. So können Arbeitsgruppen gebildet werden zu…

  • …spezifischen Handlungsfeldern wie z.B. Themen der Jugendarbeit/Jugendverbänden, der Tageseinrichtung/-pflege, den erzieherischen Hilfen, dem ASD/KSD, etc.
  • speziellen Schwerpunkten wie z.B. den Trägerstrukturen der Jugendhilfe, dem Kinderschutz, dem Fachkräftegebot, etc.
  • aktuellen, fachpolitischen Themen wie zB. der SGB VIII-Novellierung, den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinder- und Jugendhilfe, den Missbrauchsfälle in NRW, etc.

 

 

Stand: August 2021

Aktuelle Mitteilungen

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NEWS | 31.01.2021

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NEWS | 11.09.2020

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